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IREBS Standpunkt

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

eine Akademie lebt vom inhaltlichen Austausch ihrer Akademiemitglieder. Wir möchten diesen Austausch noch stärker leben als in der Vergangenheit und haben dafür den IREBS Standpunkt ins Leben gerufen. Mit diesem Produkt bieten wir prägnante Diskussionsbeiträge zu immobilienwirtschaftlich relevanten Themen.

Wir möchten Sie nicht nur als Leser gewinnen, sondern Ihnen gleichzeitig ein Forum für Ihre eigenen Kommentare und Beiträge bieten. Das heißt, Sie können uns auch gerne kurze Beiträge zusenden, die wir nach einer inhaltlichen Prüfung unseren Lesern zur Verfügung stellen.

Wir freuen uns auf die Diskussion mit Ihnen!

Mit besten Grüßen

Tobias Just

IREBS Standpunkt Nr. 67

Berufe in der Immobilienwirtschaft sind ...

Die deutsche Immobilienwirtschaft befindet sich auch 2018 in einem starken Marktumfeld –sehr viele Unternehmen suchen qualifizierte Mitarbeiter. Damit befindet sich die Branche freilich in guter Gesellschaft: Die Arbeitslosenquote ist fast halb so hoch wie während der Dotcom-Euphorie. Zuletzt lag die Arbeitslosenquote in (West-)Deutschland Anfang der 1980er Jahre auf dem aktuellen Niveau. Qualifizierte Arbeitskräfte können es sich also häufig aussuchen, für wen sie arbeiten.

IREBS Standpunkt Nr. 66

Für „Metropol-Ergänzungsräume“

Häufig wird in den Medien und von Politikern die Klage erhoben, die Mieten und Grundstückspreise seien zu hoch, es gäbe aber zu wenig Bauland, um für mehr Angebot zu sorgen. Bereits vor Jahren meinte indes der bereits verstorbene Stadtplaner Albert Speer junior, in den Großstädten sei noch viel Luft für Neubauten. Ist jedoch solche höhere Dichte durch neue Bebauungspläne begrüßenswert? Ich möchte dem widersprechen.

Ich frage: Was sind die Gründe für die Preissteigerungen gerade in Ballungsregionen, nachdem die „Mietpreisbremse wohl überwiegend versagt hat?“ Es lässt sich eine Kausalkette aufbauen, welche der Lebenserfahrung folgt: Die anhaltenden Wanderungsbewegungen in die Metropolregionen, die – unabhängig von Flüchtlingsströmen – im Einzelnen statistisch nachzuweisen sind, haben zu unerwartet hohem Bevölkerungszuwachs in den Metropolregionen geführt.

IREBS Standpunkt Nr. 65

Pythia, Schwäne und der stille Erfolg der Füchse

Wirtschaftlich relevante Entscheidungen erfordern implizite oder explizite Annahmen hinsichtlich künftiger Entwicklungen. Das gilt natürlich für den Immobilien- oder Autokauf, denn hier verteilen sich die Nutzungen des Gutes über viele Perioden. Es gilt aber selbst für deutlich kürzer genutzte Konsumgüter mit deutlich geringerer wirtschaftlicher Relevanz, denn letztlich ist die Alternative zu jedem Konsum der Konsumverzicht und damit die Ersparnisbildung. Diese lohnt sich jedoch nur, wenn uns in Zukunft etwas Gutes einfällt, was wir mit dieser Ersparnis anfangen. Egal wie wir uns entscheiden, wir haben implizit eine Annahme hinsichtlich einer Vielzahl von Parametern getroffen und damit Prognosen erstellt. Wenn wir uns ein Eis kaufen, sind mögliche Fehler in der Annahmensetzung wohl zu vernachlässigen, es sei denn, es handelt sich um Speiseeis aus lokaler Produktion eines Kleinhändlers in den Straßen Kalkuttas. Bei teuren, langlebigen...

IREBS Standpunkt Nr. 64

Hat der gesunde Menschenverstand infolge steigender Relevanz von digitalen Hilfsmitteln noch einen Platz in der Immobilienbewertung?

Die Digitalisierung erlaubt ortsunabhängiges Generieren, Bearbeiten und Speichern von Informationen mit Hilfe von digitalen Geräten. In den letzten Jahrzehnten sind die Preise für digitales Speichern und Rechnen massiv gesunken. Gleichzeitig führte der Siegeszug des Internets zunächst eher als Beifang, später als strategisches Ziel zu umfangreichen neuen Daten. Die Daten helfen, Märkte zu analysieren – sie sind also insbesondere für jene Gesellschafts- und Wirtschaftsbereiche, die zuvor als vergleichsweise undurchsichtig galten, wertvoll geworden. Auch die Immobilienwirtschaft zählte zu den vergleichsweise intransparenten Sektoren, denn jede Stadt, jedes Quartier, ja, jedes einzelne Objekt weist spezifische Eigenheiten auf. Die Digitalisierung ermöglicht, Objekte und Märkte in kleinste Analyseeinheiten zu zergliedern. Stück für Stück lassen sich so die...

IREBS Standpunkt Nr. 63

Dichte allein wird die Wohnungspreise nicht stabilisieren – Eigenheimförderung auch nicht

Wer die Wahl hat, hat die Qual, sagt eine beliebte Redewendung. Wenn man so durch die Wahlauslese der gängigen Zeitungen dieser Tage surft, scheint sie sich zu bestätigen. Katzenjammer überall: Können sich die Jamaika-Gesprächspartner einigen? Können sich die Unionsparteien überhaupt verständigen? Was bedeutet die AFD im Bundestag? Könnte es Neuwahlen geben und was würde das für die Demokratie und das Wirtschaftswachstum bedeuten? Fast gewinnt man den Eindruck, einige Journalisten möchten hier epische Konflikte heraufbeschwören. Nüchtern betrachtet, würde eine Jamaika-Koalition aber aus den Kontrahenten Angela Merkel, Alexander Dobrindt, Cem Özdemir und Christian Lindner bestehen. Das klingt weder nach Bob Marley und Peter Tosh noch nach Donald Trump und Kim Jong-un, sondern bei aller Offenheit für journalistische Zuspitzung recht realpolitisch. In einer Jamaika-Koalition würde zum Glück für die...