IREBS Standpunkt

Eine Akademie lebt vom inhaltlichen Austausch ihrer Akademiemitglieder. Wir möchten diesen Austausch noch stĂ€rker leben als in der Vergangenheit und haben daher ein neues Produkt ins Leben gerufen: den IREBS Standpunkt. Mit diesem Produkt bieten wir in unregelmĂ€ĂŸiger Abfolge prĂ€gnante DiskussionsbeitrĂ€ge zu immobilienwirtschaftlich relevanten Themen. Dies können BeitrĂ€ge zu aktuellen Entwicklungen oder zu eher strukturellen Themen der Immobilienbranche sein. Wir möchten Sie nicht nur als Leser gewinnen, sondern möchten Ihnen gleichzeitig ein Forum fĂŒr Ihre eigenen Standpunkte bieten. Das heißt, Sie können uns auch gerne kurze BeitrĂ€ge zusenden, die wir nach einer inhaltlichen PrĂŒfung gerne unseren Lesern zur VerfĂŒgung stellen werden. Es wĂ€re doch schön, wenn wir unsere Akademie auf diesem Wege durch ein neues Online-Immobilienforum erweitern könnten.

Wir wĂŒrden uns freuen, wenn Sie diese Standpunkte interessant finden und freuen uns auf Ihr Feedback, denn unser Ziel ist, dass die IREBS Immobilienakademie auch im Internet zu einer lebendigen Diskussionsplattform wird. Ihre Kommentare zu den IREBS Standpunkten, ĂŒber die wir uns sehr freuen wĂŒrden, richten Sie bitte an antwort@irebs.de.

Prof. Dr. Tobias Just, UniversitÀt Regensburg und IREBS Immobilienakademie
Andreas Schulten, BulwienGesa AG

Erschienen am 08.02.2012

Die deutsche Wirtschaft befindet sich aktuell noch im Würgegriff der Eurokrise. Der ifo-GeschĂ€ftsklimaindex deutet bereits seit Monaten auf eine spürbare Wachstumsverlangsamung hin, für 2012 ist kaum mehr als homöopathisches Wirtschaftswachstum zu erwarten. Dies wird zweifelsfrei auch die Dynamik der WohnungsmĂ€rkte bremsen, denn die Entwick-lung der verfügbaren Einkommen in einer Region gehört zu den zentralen Bestimmungsfaktoren der Wohnungspreise.

Olaf Borkers, Deutsche EuroShop AG

Erschienen am 05.01.2012

Die Aussagen zu einer Kreditklemme in Deutschland sind widersprüchlich. Sie sind auf der Bankenseite und auch auf der Investorenseite unterschiedlich. Eine klare Richtung ist nicht erkennbar. Die Befürchtungen einer Kreditklemme aus 2009 scheinen auf den ersten Blick nicht RealitĂ€t geworden zu sein.

Prof. Dr. Tobias Just, UniversitÀt Regensburg und IREBS Immobilienakademie

Erschienen am 09.12.2011

Viele Anleger sind derzeit verunsichert. Die KapitalmĂ€rkte geben einfach keine Ruhe: Die AktienmĂ€rkte befinden sich nicht erst seit Beginn der Schuldenkrise in einer rasanten Achterbahnfahrt, und in den letzten zwei Jahren verloren viele europĂ€ische – und auch US-amerikanische – Staatsanleihen den Nimbus der Risikolosigkeit. Doch gerade in turbulenten Zeiten sind risikoarme Anlagen begehrt. Der Ruf nach Sachwerten ist sehr laut geworden. Die meisten Menschen denken hierbei sofort an Immobilien, Infrastruktur, Rohstoffe. Doch sind (deutsche) Immobilien wirklich ein so sicherer Anlagehafen? TatsĂ€chlich gibt es gute Gründe für die Annahme, mit einer Immobilieninvestition ruhige NĂ€chte zu erkaufen – zumindest relativ zu anderen Anlageklassen. Die deutsche Wirtschaft kam sehr rasch und stark aus der Rezession; auf dem Arbeitsmarkt hat die Krise bisher kaum Spuren hinterlassen. Dies hat sich in steigende Nachfrage auf allen VermietungsmĂ€rkten übersetzt. Für eigenkapitalstarke Investoren ist zudem das Finanzierungsumfeld weiterhin sehr attraktiv, und v.a. im Wohnungssegment wurde in den letzten Jahren zu wenig gebaut, sodass von der Angebotsseite keine Risiken drohen. Dies spricht für steigende Mieten und rechtfertigt demnach auch höhere Immobilienpreise – eher für Wohnungs- und Einzelhandelsimmobilien als für Büroobjekte. Insofern spricht einiges für die Annahme, dass einige Immobiliensegmente relativ sichere AnlagehĂ€fen sind. Die Betonung muss aber leider auf dem kleinen Wörtchen „relativ“ liegen.

Prof. Dr. Tobias Just, UniversitÀt Regensburg und IREBS Immobilienakademie

Erschienen am 06.12.2011

Immobilien sind per se langfristige Anlagegüter. Daher sind langfristige Trends in einer Volkswirtschaft und Gesellschaft gerade für Immobilienanleger wichtig. Aber Vorsicht: Unterdessen wird der Begriff „Trend“ inflationĂ€r verwendet. Um sich nicht in der großen Trendvielfalt zu verlieren, sollte man mit dem Begriff sparsam umgehen. Trends unterscheiden sich von Zyklen, Moden oder spekulativen Entwicklungen dadurch, dass sie zumindest in Grundzügen systematisch angelegt sind, dass sie weit in die Zukunft reichen und dass ihr Auftreten als vergleichsweise gesichert gelten kann. Für die Immobilienwirtschaft sind v.a. die folgenden fünf Megatrends relevant: Demografische Entwicklungen, Verknappung der Ressourcen und deren Implikationen für klimatische VerĂ€nderungen, die Rationalisierung in GebĂ€uden – also der Einsatz von Technik, die Globalisierung der WirtschaftstĂ€tigkeit und die Öffnung von Gesellschaften.

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