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Risikomanagement-Absolventin referiert auf IZ-Karriereforum zum Berufsbild

Wesentlicher Inhalt des Vortrags war der berufliche Werdegang sowie die aktuellen Tätigkeiten der Junior Risk Managerin. Patricia Hobirk arbeitete nach Ihrem Diplom zunächst bei KanAm Grund KAG mbH im Technischen Asset Management. 2010 wechselte sie unternehmensintern ins Risikomanagement. „Einer meiner Hauptaufgaben besteht nun in der Erstellung von monatlichen und quartalsweisen Berichten, die der Geschäftsführung Informationen für die Findung von operativen und strategischen Entscheidungen liefern“, erläutert Patricia Hobirk. „Betrachtet werden unterschiedliche Risikoarten wie das Liquiditätsrisiko oder das Adressenausfallrisiko. Täglich beobachtet werden außerdem Kennzahlen der Fonds, für die Warn- und Grenzwerte definiert sind. Die Überschreitung der Grenzwerte löst wiederum Maßnahmen in der zuständigen Fachabteilung aus.“

Neben diesen Tätigkeiten entwickelt Hobirk ständig die Auswertungen des unternehmensinternen Risikomanagementsystems weiter. „Für meinen Job ist eine Affinität zu Zahlen und ein guter Kontakt zu den Kollegen sehr wichtig“, fasst Hobirk zusammen. „Zum einen benötigt man zur Analyse der Risikozahlen das Interesse an Mathematik und zum anderen ist man im Risikomanagement auf die Informationen aller Abteilungen des Unternehmens angewiesen.“

Risikomanagement der Immobilienbranche noch in den Kinderschuhen

Der notwendige Ausbau des Risikomanagements ist Hobirk zufolge eine besondere Herausforderung. „Im Gegensatz zu Banken und Versicherungen wurde in der Immobilienbranche zu lange von ganzheitlichen Risikomanagementprozessen mit quantitativen Berechnungsgrundlagen abgesehen“, sagt Hobirk. Grund dafür sei die fehlende Erfahrung, Immobilienrisiken plausibel zu quantifizieren. „Da es auf dem Markt keine standardisierten Lösungen zur Quantifizierung von Immobilienrisiken gibt, liegt es an jedem Unternehmen, sich ein auf die Ansprüche passendes Risikomanagementsystem aufzubauen“, so Hobirk.

Gute Job-Chancen in der Branche
Darüber hinaus erforderten gesetzliche Neuerungen in der Immobilien- und Fondsbranche eine Anpassung an bestehende Risikomanagementsysteme. „Aus diesem Grund kann man den Bereich Risikomanagement in der Immobilienbranche als wachsenden Zweig bezeichnen, in dem gute Jobchancen entstehen“, so Hobirk. Um sich das notwendige Fachwissen anzueignen, hatte sich Patricia Hobirk für das Intensivstudiums Certified Real Estate Risk Manager der IREBS Immobilienakademie entschieden. „Ich war froh, von Prof. Dr. Tobias Just zu erfahren, dass es eine neue Weiterbildung gibt, die das Risikomanagement mit den spezifischen Immobilienthemen zusammen bringt“, erinnert sich Hobirk. Neben dem erworbenen hochwertigen Fachwissen seien auch Kontakte zu anderen Risikomanagern entstanden, durch die sie für ihre Arbeit wichtige Einblicke zu unterschiedlichen Herangehensweisen des Immobilienrisikomanagements gewonnen habe.

Das Intensivstudium Certified Real Estate Risk Manager ist seit 2012 im Markt etabliert.
Der Studiengang wurde in Zusammenarbeit der DVFA (Deutsche Vereinigung für Finanzanalyse und Asset Management) und der IREBS Immobilienakademie entwickelt. Der nächste Jahrgang zum Certified Real Estate Risk Manager startet am 14. November 2013 in Frankfurt.